Vom Amazonastiefland bis auf die Andenhöhen 

Jörg Ehrlich – Olympus Visionary

Datum: 15.11.20, 10:30-12:00 Uhr

Veranstaltungsort: Hotel Elbresidenz an der Therme, Bad Schandau

Dauer: 1,5 Stunden

Preis: 13,00 €/ 9,00 € erm. für Teilnehmer des Fotocamps HerbstlichT

Buchung: hier möglich

Amazonastiefland – Ehrlich bereiste den brasilianischen Dschungel auf bisher vier Reisen. Unumstritten ist der Besuch des Mamiraua Reserve dabei ein besonderer Höhepunkt. In dieser entlegenen Ecke des Regenwalds kann man die Gewaltigkeit, die Einsamkeit und Größe des Dschungels wie an kaum einem anderen Ort im Amazonas erleben. Eine von einheimischen geführte Lodge „Uacari“ stand dem Autor dabei als Basis zur Verfügung. Uacari steht für den seltenen Scharlachkopf, eine Affenart die endemisch in einigen Regionen des Regenwalds anzutreffen ist. Vor allem Kaimane und vor allem die pinkfarbenen Flussdelfine stellen einen besonderen Höhepunkt bei Tierbeobachtungen im Amazonasbecken dar.

Orinoko-Delta – Oft wird der kleinere „Bruder“ des Amazonas vergessen, dabei ist es ebenso üppig und eindrucksvoll. Gerade in Kombination mit den einzigartig bewachsenen Tafelbergen in Venezuela ist diese Region empfehlenswert. Es ist wie eine Art Taschenbuchausgabe des Amazonas.

Auyan-Tepuy – Eine schweißtreibende mehrtägige Wanderung führte den Autor auf den selten erklommenen Tafelberg Auyan, mitten im Dschungel gelegen. Hier stürzt der fast 1000m hohe Angel-Fall, der höchste Wasserfall der Erde, in die Tiefe. Ehrlich ist mit einem Buschflugzeug an diesem gigantischen Fall vorbeigeflogen und hat die mystischen Tafelberge im Nebel fotografisch in Szene setzen können.

Straße der Vulkane – Schon Alexander von Humboldt war von Ecuador begeistert, Ehrlich bestieg die meisten dieser Vulkanriesen teilweise mehrfach. Ob der nicht ungefährliche Sangay, der mitten im Urwald erst einmal erreicht werden muss, oder ob der Blick in den tiefen ehemals eisbedeckten Krater des Cotopaxi, den Ehrlich gleich viermal schon bestieg. Diese Eisgiganten der Anden ziehen jeden in den Bann. Gewaltig ragen sie aus dem üppigen Dschungel heraus und begrenzen das Amazonasbecken auf der Westseite.

Galapagos – Paradies der Tiere. Diese Inselgruppe, die einst schon Darwin verzückte, ist ein unbeschreiblicher Kleinod an ungestört frei lebenden Echsen, Schildkröten, Meerestieren, Fregattvögeln und sogar Pinguinen…    Der Referent bereiste dieses Kleinod mehrfach und kreierte eine eigens für Naturfotografen optimierte Fotoreise auf das Archipel. 

Peruanische Anden – Die Cordillera Huayhuash, die  „Gebirgskette der Wiesel“ ist wohl die schönste, aller Gebirgsketten der Anden. Zumindest ist das für Jörg Ehrlich unumstritten der beeindruckendste Platz in den Bergen in Peru. Steile, fast unerklimmliche, über 6000m hohe Gipfel ragen zum Himmel. Atemberaubend zerrissene und steile Gletscher hängen an den Flanken dieser Gipfel. In grünen Tälern bieten einsame Wanderpfade Gelegenheiten, diese Gipfelwelt zu bestaunen und die Schönheit dieser Andenwelt zu erleben.

Titicaca-See – Die Farbe „blau“ einmal in einer neuen Klarheit sehen…    Dieser tiefblaue Andenhochsee macht es möglich. Einzelne, entlegene Inseln sind Kleinodien der Natur. Und über dem fast 4000m hoch gelegenen See ragen die Eisberge der Anden noch einmal mehr als 2000m in die Höhe des tiefblauen Himmels. Unbeschreibliche Kulisse in Südamerika.

Salar de Uyuni – Für Jörg Ehrlich der „größte Geheimtipp“ unserer Erde. Diese schier endlose Salzebene, die diese unbeschreiblichen Segmentformen beim Morgenlicht erstrahlen lässt, ist der schönste Ort der Welt. Weite, Stille, Ewigkeit, Motive die sich in Minuten nur durch den Sonnenstand gewaltig ändern, Dimensionen, die sich weder in Worte noch in Bilder einfangen lassen, diesen Ort „muss“ man einfach selbst besuchen…   

Patagonien – Was für ein klingender Begriff. Jeder hat hier seine eigene Interpretation vom Wind und Wetter, vom Sturm und steilen Felsen. Und in der Tat, es ist einer der schroffsten und windgegerbtesten Stellen unserer Erde, die vor allem durch Licht und steilste Felsgiganten zu beeindrucken weiß, aber eben auch durch gewaltige Gletscherabbrüche wie beim Perito Moreno…

Kap Horn – Was für ein angsteinflößender Begriff, der sofort an verschollene Schiffe und orkanartige wilde See erinnert. Kaum zu glauben, dass der Autor hier an Land gehen konnte und den südlichsten Zipfel Lateinamerikas betreten und im Bild festhalten konnte. Das wohl südlichste Ende der Welt, einsam, stürmisch, windumtost….    

Aconcagua – Hier ist es wohl noch einsamer und unwirtlicher, als am Kap Horn. In der dünnen Luft von 6962 Metern Höhe wird es wirklich ernsthaft einsam. Über 1400m liegen zwischen dem einfachen Zelt im Hochlager auf 5300m Höhe im „Nido de Condores“ und dem Gipfel. Gemeinsam mit drei weiteren Reisegästen war Jörg Ehrlich gegen 13.30 Uhr endlich am höchsten Punkt Lateinamerikas angekommen. Der Blick in die gewaltige Südwand des Aconcagua war frei und furchteinflößend. Eine unglaubliche Last fällt in jenen Momenten von der Seele der Bergsteiger, endlich den höchsten Punkt, endlich das bergsteigerische Ziel – den Gipfel – erreicht zu haben. Das Bewusstsein, diesen gewaltigen Berg erklommen zu haben wird meist erst im Laufe der nächsten Tage reifen. Die Bilder, die Motive, die Eindrücke vom Gipfel strahlen ein Leben lang durch  – Aconcagua  6962m Meereshöhe

Über Jörg Ehrlich

Jörg Ehrlich, Jahrgang 1970, reiste bereits als Student mehrfach nach Ecuador und Galapagos in Lateinamerika und war sofort vom ganzen Kontinent begeistert. Bereits während seines Elektrotechnik-Studiums arbeitete er parallel ab 1996 als Reiseleiter. Es folgen weitere Reisen nach Brasilien, Peru, Argentinien, Chile, Bolivien und Venezuela. Schon seit 1991 ist der Dresdner nur noch selten ohne Kamera unterwegs. Nach einem Aufbaustudium der Wirtschaftswissenschaften gründet er im Jahr 2000 den Reiseveranstalter Diamir Erlebnisreisen. Im Jahre 2010 kam noch eine eigene Medien- und Gestaltungsagentur „7o7 marketing“ hinzu, die Kataloge, Internetseiten, Ausstellungen und Messen organisiert.

Der begeisterte Natur- und Reisefotograf ist Autor zahlreicher Vorträge, Filme und Reisereportagen. Seine besondere Leidenschaft gilt der Tierbeobachtung und Tierfotografie. Bereits im Jahre 2003 drehte er gemeinsam mit MDR-Biwak-Moderator Thorsten Kutschke einen monothematischen „BIWAK“-Filmbetrag über Ecuador. Die Moderation ist den beiden auf dem aktiven Vulkan Sangay in 5230m Höhe gelungen. Der 27-minütige, packende Beitrag lief im November 2003 im MDR Fernsehen und hat, gerade mit dem neuesten Ausbruch des benachbarten Cotopaxi im Jahre 2015 wieder an Aktualität gewonnen. Seit einigen Jahren hat sich Jörg Ehrlich schwerpunktmäßig mehr der Fotografie gewidmet. Als Diamir-Geschäftsführer erkundet er viele Wochen im Jahr neue Reiseziele in aller Welt – und kehrt doch immer wieder nach Lateinamerika und vor allem ins Amazonasbecken zurück. Der besondere Reiz liegt für den Fotografen neben den Tierbeobachtungen vor allem auch in den Kontrasten dieses gewaltigen Kontinents: Die eisigen Höhen der Anden, ob in Peru oder gar bis zum 6962m hohen Aconcagua, die gigantisch weitläufigen Salzebenen des Salar Uyuni in Bolivien, die trockenen Wüstenabschnitte der Atacama oder die sturmumtosten Grantittürme der Berggiganten Patagoniens – Ehrlich ist immer wieder von den Naturschönheiten Südamerikas begeistert und hat diese auf unzähligen Reisen fotografisch eindrucksvoll auf Motive gebannt. Dieser Vortrag stellt die eindrucksvollsten Momente und Orte in Bildern zur Schau und begeistert durch die Kontraste zwischen der Tierwelt auf Galapagos, den Gletschern Patagoniens, den trockensten Wüsten Chiles oder sogar Venezuelas, den kaskadenreichen Wasserfällen Iguaçu, den höchsten Wasserfällen der Erde, den Angel-Falls an den Tepuys Venezuelas…

Beitragsbilder © Jörg Ehrlich

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